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Leide ich am Hochstapler-Syndrom? 

Mit Tanja Herrmann-Hurtzig habe ich mich in zwei vergangenen Podcast-Episoden bereits über das Thema Hochsensibel, hochbegabt im Berufsalltag und High-Sensation-Seeker unterhalten. Heute geht es um das Impostor Syndrom - es ist im deutschen Sprachraum etwas irreführend als Hochstapler-Syndrom bekannt. Woher rührt das Hochstapler-Syndrom, wie stark ist es verbreitet und wer ist häufig davon betroffen? Darüber sprechen wir in dieser Podcastfolge.

Wenn der Zweifel an der eigenen Kompetenz Überhand gewinnt und dessen Auswirkungen, darüber sprechen wir mit Tanja Herrmann-Hurtzig  in dieser Folge.

Das Hochstapler-Syndrom bzw Impostor-Syndrom – Hintergründe und Tipps

Zweifelst du manchmal daran, ob du wirklich so kompetent bist, wie andere es von dir denken? Hast du vielleicht sogar das Gefühl, ein richtiger „Betrüger“, ein Hochstapler zu sein, der jeden Moment „entlarvt“ werden könnte?

Zweifel an sich selbst und den eigenen Leistungen können ein Zeichen gesunder Selbstreflexion sein und Menschen die Möglichkeit zum Wachstum geben. Nehmen die Zweifel allerdings Überhand, nämlich wenn du deine eigene Kompetenz gänzlich aberkennst, spricht man vom sogenannten Impostor-Syndrom oder auch Hochstapler-Syndrom.


Hier ein kleiner Auszug, worüber wir in dieser Folge sprechen:


Was ist das Impostor Syndrom bzw. Hochstapler Syndrom?


Das Hochstapler-Syndrom ist unter vielen alternativen Namen bekannt: Impostor-Syndrom, Impostor Phänomen, Hochstapler-Phänomen, Betrüger-Syndrom oder, falsch geschrieben, auch als Imposter Syndrom.

Gemeint ist damit allerdings immer dasselbe: Ein Zustand, bei dem der/die Betroffene denkt, er/sie sei eigentlich komplett inkompetent und würde die zur Schau gestellte Kompetenz nur vorgaukeln. Häufig verbunden damit ist die Angst, „entlarvt“ zu werden oder sogar als Betrüger gebrandmarkt zu werden.

Wichtig ist, dass es sich hierbei um ein subjektiv empfundenes Gefühl handelt, das sehr oft nichts mit der Realität zu tun hat oder sogar im krassen Widerspruch dazu steht. Nicht selten sind Menschen mit Hochstapler Syndrom sehr kompetent und vielfältig ausgebildet, sodass Sie mit ihren Taten und Leistungen glänzen können.

In den Augen des vermeintlichen „Hochstaplers“ werden diese Erfolge jedoch nicht auf die eigene Stärke, sondern auf andere Faktoren zurückgeführt wie Glück oder gute Schauspielkunst. Die Realität wird mit der eigenen Anschauung erklärt, allen Fakten zum Trotz. So stellt der/die Betroffene das eigene Licht unter den Scheffel.


Wie entsteht das Hochstapler-Syndrom?

Was genau die Ursachen dafür sind, dass Menschen ein Impostor Syndrom entwickeln, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch einige Erklärungsansätze. Eine Gemeinsamkeit, die die meisten Betroffenen teilen, ist ein verzerrtes Selbstbild verbunden mit niedrigem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.

Nicht selten scheinen die Ursachen dafür in der Kindheit zu liegen. Wenn beispielsweise im Elternhaus Liebe und Zuneigung nur erfahren wurden, wenn bestimmte Leistungen abgeliefert wurden. Diese Menschen haben häufig Probleme damit, ihren Selbstwert richtig einzuschätzen und tragen das Gefühl in sich, nur mit besonders guten Leistungen überhaupt Anerkennung zu verdienen, wobei die Standards dafür in der Regel sehr hoch liegen.

Damit ist das Hochstapler Syndrom auch eng mit Perfektionismus verknüpft. So legen einige Betroffene die Standards an ihre eigene Leistung so unrealistisch hoch, dass sie ihren Ansprüchen stets hinterherlaufen und daher das Gefühl haben, ihre Position nicht zu verdienen.

In extremen Ausprägungen kann das dazu führen, dass sich der/die Betroffene ein riesiges Wissen im eigenen und weiteren Fachbereich/en aneignet, damit die Menschen um sich deutlich übertrumpft, aber trotzdem überzeugt ist, nichts zu können.

Das Hochstapler-Syndrom oder Impostor Syndrom

Welche Folgen kann das Hochstapler-Syndrom für Betroffene haben?

Menschen mit Hochstapler Syndrom fühlen sich inadäquat und stellen ihr eigenes Licht unter den Scheffel. Statt selbstbewusst auf ihre Leistungen zu verweisen und damit einen Vorteil bei der Jobsuche oder der Gehaltsverhandlung zu gewinnen, lenken sie im Gegenteil lieber davon ab. Denn in ihrer eigenen Vorstellung sind sie überzeugt, nicht gut genug gearbeitet zu haben.

So werden auch teilweise neue Karriereoptionen nicht weiterverfolgt, da Betroffene nicht das Gefühl haben, diese Gelegenheit zu „verdienen“. Das kann nachhaltig den eigenen Karrierefortschritt bremsen. Sie werden dadurch auch häufig „nicht gesehen“, wenn es um Gehaltserhöhung oder Beförderung geht.

Doch auch im persönlichen Bereich kann das Hochstapler-Syndrom die Entwicklung behindern, schließlich ist Wachstum auch in diesem Bereich nur dann optimal möglich, wenn man fair mit sich selbst umgeht, sich realistische Ziele setzt und die eigene Leistung angemessen wertschätzt.

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Mehr über Tanjas Arbeit findest du hier: https://www.herrmann-hurtzig.de/

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