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Familien-Advents-Tipps

Adventskalender - Türchen 18

5 Tipps, um Weihnachten als Patchworkfamilie gut zu meistern

Weihnachten wird traditionell als Fest der Familie und der Liebe gesehen. Was aber, wenn ihr als Familie getrennt lebt oder ihr euch in einer Patchwork-Situation befindet?

Für Patchwork-Familien sind die Weihnachtsfeiertage oft eine große Herausforderung. Nicht nur organisatorisch, sondern auch seelisch und emotional. Besonders wenn die Trennung der Eltern noch recht frisch ist oder es eine neue Familienkonstellation gibt.

Daher ist es sehr wichtig, in dieser herausfordernden Zeit gut vorbereitet zu sein und gut auf sich und die Kinder zu achten.

Hier findest du 5 Tipps, um dich gut auf diese Situation vorzubereiten.


Tipp 1: Rechtzeitig Planen

In Patchwork-Familien sind rechtzeitige Absprachen das A und O.  Allzu große Spontanität ist nicht zu erwarten und bringt meist nichts als Ärger. Klärt daher rechtzeitig ab:

  • Bei wem verbringen die Kinder den Heiligen Abend?
  • Wer geht mit ihnen in die Christmette, falls ihr diese besucht? Das könnte eine Chance für den anderen Partner sein, auch einen Teil der „Originalweihnachten“ mit den Kindern zu verbringen, wenn ihr im selben Ort wohnt.
  • Wann werden die Großeltern besucht? Am besten wählt ihr dafür den 25. oder 26., das macht es für die Kinder etwas stressfreier.

Bezieht durchaus die Kinder in die Überlegungen mit ein. Falls ihr als Erziehungspartner keine gute Gesprächsbasis habt, zieht unbedingt eine neutrale Person hinzu, die vermitteln kann. Sprecht ab, was ihr jeweils den Kindern schenkt und versucht nicht, euch durch Geschenke zu übertrumpfen.


Tipp 2: Gemeinsam feiern oder getrennt?

Kinder wollen mit beiden Eltern feiern, dennoch ist es in den meisten Fällen nicht ratsam, gemeinsam zu feiern. Manche getrennten Eltern raufen sich für den Weihnachtsabend zwar zusammen, damit sie mit ihren Kindern gemeinsam feiern können, dennoch wird von solchen „Weihnachts-Shows“ eher abgeraten. Es könnten alte Erinnerungen und womöglich auch neue Hoffnungen geweckt werden, dass die Eltern doch wieder zusammenkommen können. Und die Gefahr, im Laufe des Abends die Fassung zu verlieren, ist immer gegeben.


Tipp 3: Neue Rituale vorsichtig einführen

Als Patchwork-Familie treffen unterschiedliche Vorstellungen aufeinander, wie Weihnachten „richtig“ geht. Es ist sinnvoll für die gemeinsam lebenden Personen ein Hauptfest am 24. Dezember zu organisieren. Sind die Kinder alt genug, sprecht ab, welche alten Rituale bleiben und welche neuen eingeführt werden wollen. Mit gewohnten Ritualen sind immer auch Erinnerungen verbunden. Bedenke, dass die Erinnerungen an die ‚heile Familie‘ von früher auch an Weihnachten viel Traurigkeit und Wut auslösen kann. Überlegt das Einführen von neuen Ritualen, soweit alle damit einverstanden sind.


Tipp 4: Kein Geschenke-Wettbewerb

Geschenke sollen Freude bereiten und sind nicht dazu da, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Stellt z.B. eine Geschenke-Wunschliste mit mehreren Geschenken auf. Diese pendelt mit dem Kind zwischen den Eltern (den Großeltern oder auch anderen Verwandten), die sich die Geschenke aufteilen. Oder erstellt eine Mama-Liste und eine Papa-Liste. Vereinbart auch vorab, dass das Geschenk zum jeweils anderen Elternteil mitgenommen werden und dort bespielt werden darf, wenn das Kind es möchte.


Tipp 5: Vom Ideal lösen

Seid realistisch und betrachtet Weihnachten ohne falsche Romantik. Die traute Familie, in absoluter Harmonie und im sanften Kerzenschein versammelt – das entspricht nicht mal in ‚intakten‘ Familien der Realität. Konflikte und Streit gehören in jeder Familie dazu. Besonders die eigene Erwartung spielt hier oft negativ hinein und erzeugt Druck. Tausche hohen Perfektionismus gegen den Gedanken des miteinander Feierns. Haltet Weihnachten einfach und macht das Beste aus jeder Situation, besonders wenn Tränen fließen und traurige Momente auftauchen. Gebt diesen Gefühlen Raum, damit sie gut verarbeitet werden können.


💫 Kommt ihr als getrennte Eltern zu keinerlei Einigung, sieht (je nachdem in welchem Land du wohnst) das Familienrecht bestimmte Standardlösungen vor. Informiere dich vor einem Gespräch mit dem anderen Erziehungspartner, welche gesetzliche Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen.

Hast du als Patchwork- oder Bonusfamilie noch hilfreiche Tipps für uns? Schreibe deine Erfahrungen und zusätzlichen Tipps gerne hier unter das 18. Türchen.

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